Große Ausgaben für mageres Ergebnis

Von Norbert Patzner

Der ehemalige Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Paqué, stellte fest: "Wer sich öffentlich gegen die derzeitige Klimapolitik stellt, begeht politischen Selbstmord". Kein Wunder also, dass nahezu alle Amts- und Mandatsträger, vom Bürgermeister bis zum Landrat, vom Landtags- oder Bundestagsabgeordneten bis zum Minister oder Ministerpräsidenten "auf Linie" sind und nicht in der Lage sind, die Untauglichkeit unserer "Energiewende" zur Lösung der Probleme zu benennen. Minister Gabriel hat am Wochenende eine bescheidene Reform des EEG angekündigt. Wir hören schon die Klagen: "Wir brauchen Planungssicherheit" - auf deutsch: "garantiertes Einkommen" und die Ideologen werden uns mit apokalyptischen Bildern von Tropenstürmen überschütten und ein Professor aus Graz wird womöglich wieder einmal die Todesstrafe für Leugner der Klimakatastrophe fordern. Wir sehen, wie wichtig in einer Gesellschaft Persönlichkeiten wie Enoch zu Guttenberg sind, die sich nicht scheuen, ihre Kraft dafür einzusetzen, dass die Netzwerke der Ideologen und Profiteure der Energiewende nicht unser Land ruinieren und usurpieren und die es hinnehmen, dafür anonyme Morddrohungen zu erhalten. Ganze 1,8 Prozent unseres Energiebedarfs wird derzeit durch Windkraftwerke erzeugt, ein Prozent kommt aus der Photovoltaik! Für dieses magere Ergebnis haben wir bereits weit über 100 MilliardenEuro ausgegeben und haben Verpflichtungen von weiteren mehreren 100 Milliarden Euro übernommen, wir haben ganze Landschaften zerstört und haben Unfrieden in unsere Bevölkerung gebracht - nur damit einige Profiteure gut leben können und damit einige Ideologen ihre "Sakralbauten zur Befriedigung grüner Glaubensbekenntnisse" (H.W. Sinn) bestaunen können.Wir brauchen eine taugliche Energiewende, aber nicht eine Energiewende die zu immer mehr CO2- Emissionen führt.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 22.01.2014