Eine unverständliche Kehrtwende weg vom Naturschutz

Von Robert Volkert

Wer lesen kann, ist im Vorteil! H. Helget , ich habe nicht mit Kreisoberschützenmeister unterschrieben. Eine private Meinung darf ich, zumindest glaubte ich dies bisher noch, haben, ohne dass Ehrenämter zu ihren Zwecken in den Dreck gezogen werden! Im Übrigen, ich glaube mit mehr als 35 Jahren im Ehrenamt muss ich mir solche Sprüche aus der untersten Schublade nicht antun. Und H. Helget, wenn Sie 35 Jahre Ehrenamt erreicht haben, dann können wir uns auf gleicher Ebene unterhalten. Dann nämlich sollten Sie wissen, was Ehrenamt heißt, dies hat was mit Ehre zu tun!

H. Helget, wenn Sie uns schon als unbeugsam bezeichnen, sollten Sie auch wissen, dass wir hinter dem Limes lebten und wir von den Römern tatsächlich nicht eingenommen worden sind und trotz Deutschen Ordens ein Freydorf waren. Ich hoffe, dass dieser Geist auch heute noch ein bisschen vorhanden ist, bevor in unserem Wald die Vandalen hausen! Übrigens, H. Helget, mit dem Verbot der freien Meinungsäußerung ist es in Deutschland seit 1945 vorbei.

Wer lesen kann, ist im Vorteil! H. Klöpfer, ich habe auch nicht mit Bürgerinitiative Althausen unterschrieben! Ich habe bis dato die Arbeit der Naturschutzgruppe sehr geschätzt, vor allem den Einsatz der einzelnen Mitglieder.

Doch ebenso sehr verstehe ich diese Kehrtwende weg vom Naturschutz nicht. Ich habe keine Mitglieder der Naturschutzgruppe angegriffen, sondern nur diese Trendwende "Vorwärts Leute, wir gehen zurück". Gleichzeitig habe ich Menüvorschläge für die nächste Gourmetmeile gemacht. Wenn sich einzelne Mitglieder betroffen fühlen, dann wissen diese auch warum.

Und da Sie angemahnt haben, es sollte der Weg der Sachlichkeit eingeschlagen werden, hier ein paar Fakten:

Fakt ist: Wir sind nicht gegen Windkraftanlagen! Fakt ist: Wir wollen diese nicht in der Dimension und vor allem nicht an diesem Standort im Wald. Fakt ist: Die Sonne geht im Westen unter. Fakt ist: Dass diese Anlagen in Althausen im Westen stehen sollen. Fakt ist: Dass wir mit Schattenwurf und Geräuschkulissen dann leben müssen. Fakt ist: Dass die Bürgerinitiative immer wieder als ewig gestrige und Windkraftgegner hingestellt werden. Fakt ist: Die Naturschutzgruppe und Grünen befürworten Windkraftanlagen, sogar in Waldgebieten. Fakt ist: Der Wald wird durch diese Anlagen in Fauna und Flora erheblich geschädigt. Das sollten Sie als Förster doch genauesten wissen. Fakt ist: Dass durch Rodung und Verdichtung "Tonnen von Kleinstlebewesen vernichtet werden". Fakt ist: Der Gemeinderat hat dies wohl vom Ansatz her gut gemeint, aber sich durch die Abstandsflächen ein klassisches Eigentor geschossen. Fakt ist: Dass wir als mündige Bürger alleingelassen werden!

Können Sie an diesen Fakten etwas ändern? Dann herzlich willkommen in den "Bürgerinitiativen".

Und: Ich unterschreibe wieder als Privatperson!

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 21.05.2013