Zur Wind-Diskussion Wichtige Chance für Landwirte

Von Rainer Ott

Als Mitglied einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts für die Errichtung eines Windparks im Bereich Weikersheim-Nassau finde ich es schade, dass sich zunehmend Leute zu Wort melden, die die hervorragenden Ansätze der Energiewende und der Chancen für unsere ländliche Heimat in ein falsches Licht stellen wollen, nur um Verhinderung zu betreiben.

Wir haben Jahre lang in unserer Grundstücksgemeinschaft uns zusammengefunden, um als Landwirte die Energiewende mitzugestalten und auch in der Heimat davon zu partizipieren.

Landwirt soll Energiewirt sein

Die Landwirtschaft steht unter großem Wettbewerbsdruck. Die Mittel in Europa werden teilweise gekürzt. Alle Parteien wollen, dass der Landwirt auch Energiewirt sein soll.

Mit den derzeitigen Leserbriefkampagnen wird die gute Sache in ein völlig falsches Licht gestellt. Wir wollen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder mit sauberem Strom hier leben können und außerdem von unseren Grundstücken, die wir seit Jahrhunderten bewirtschaften, Einkommen beziehen.

Hierzu gehören auch weitere Standbeine wie Energiewirtschaft. Gleichwohl ist es uns wichtig, dass der Ausbau in unserer Region geordnet verläuft und keine Überfrachtung geschieht.

Wir sind der Meinung, dass der Strom dort produziert werden soll, wo er auch benötigt wird, nämlich im Süden. Große Stromautobahnen aus dem Norden über tausende von Kilometer zu bauen ist mit hohen Kosten verbunden und in naher Zukunft kaum realisierbar.

Mehr Dankbarkeit verdient

Deshalb hoffen wir auch, dass unser Abgeordneter weiterhin wie in der Vergangenheit für die Energie und die Chancen in unserem Land kämpft, im Übrigen, hätte er sicherlich mehr Dankbarkeit verdient.

Seinen Rückzug finde ich schade, obwohl ich seine Konsequenz bei solchen Neidkampagnen verstehen kann und sehr honorig finde.

Wir sind bereit unseren Beitrag zur Energiewende mit Einzubringen. Nur wenn Gegner und Befürworter sich auf sachlicher Ebene verständigen wird es letztendlich gelingen für alle eine verträgliche Lösung zu erreichen.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 18.04.2013