200 Meter hohe Windräder verschandeln die Landschaft!

Von Paul Faulhaber

Ein altbekantes Kirchenlied beginnt : " Der Tag, der war so freudenreich für alle Kreaturen", aber bestimmt nicht für die Freunde unserer Heimat, als am Samstag 1. Juni, ein ausführlicher Bericht in den FN zu lesen war, über den " Planentwurf für die Windenegie". Für mich war es mehr ein Tag der Trauer über die teilweise Verschandlung des Main-Tauber-Kreises durch 200 Meter hohe Windräder!

Für andere, wie zum Beispiel die Geschäftemacher unter dem Deckmantel der Energiewende, mit und ohne Professor oder Doktortitel , mag nun eine freudenreiche und geldgesegnete Zeit beginnen, wohl auch für die betroffenen Grundstücksbesitzer. Ihnen garantiert man für zehn Jahre eine jährliche (!) Pacht von rund 30 000 Euro, pro Windrad. Wer wollte da nicht zugreifen?

Der Artikel merkt an, dass nun doch 19 Vorrrangebiete bei uns vorgesehen sind. Ich habe die Hektarfläche zusammengezählt und kam auf 1082,10 Hektar unserer Heimaterde, die verbaut werden können. Dass davon 41 Prozent im Wald liegen sollen, finde ich noch ungeheuerlicher! Den Hauptanteil an Fläche für die Windenergie stellt , dank der Verwaltungsgemeinschaft Tauberbischofsheim, neben Creglingen, die Gemeinde Königheim mit 174,4 Hektar rund um Pülfringen/Brehmen/Gissigheim.

Nach dem St. Floriansprinzip hat es der Bürgermeister von Tauberbischofsheim übrigens hervorragend verstanden, seine Stadt vor jeder Verunstaltung mit Windrädern zu bewahren!

Großartig, nachahmenswert, finde ich, dass nun Bürger aus Gissigheim, Apfelbach und hoffentlich noch aus vielen anderen von Windrädern verunstalteten Gemeinden, sich zu wehren beginnen. Unterschriften werden gesammelt, Veranstaltungen gehalten, um aufzuklären über die sogenannte Energiewende, die in uns Bürgern neben der Verspargelung durch Windräder, nur höhere Stromkosten bringen wird.

Bürger, die sich nicht alles gefallen lassen, das ist gelebte Demokratie Herr CDU- Landtagsabgeordneter und keine Geschäftemacherei, wie Sie es mit ihrer Firma Frankenwind praktizieren!

Leider muss man feststellen, dass bei der derzeitigen Konstellation im Landtag wenig Hoffnung für uns bleibt, dass sich etwas am Regionalplan für den Main- Tauber-Kreis ändern wird, wenn auch die Redaktion der FN die Überschrift gewählt hat: "Die Meinung der Bürger ist nun gefragt".

Hat doch der Herr Verbandsdirektor es klar und deutlich zum Ausdruck gebracht: "Ober schlägt Unter".

Man muss kein Kartenspieler sein, um das zu verstehen. Deutlicher kann man die Ohnmacht der Bürger gegenüber der Bürokratie nicht zum Ausdruck bringen.

Es war einmal ein liebliches Taubertal!

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 05.06.2013